24.10.2018

ASB-Bundeskonferenz in Warnemünde

Am 20. Oktober tagte in Warnemünde bei Rostock die 20. ASB-Bundeskonferenz, das höchste Organ des ASB-Bundesverbandes. Bei den Vorstandswahlen wurde der Vorsitzende Knut Fleckenstein im Amt bestätigt. Zudem wurde über Anträge aus NRW abgestimmt.


Solidarisches Miteinander stärken

Eine große Mehrheit von 90 Prozent der 166 Delegierten wählte den Hamburger Knut Fleckenstein MdEP wieder als ASB-Bundesvorsitzenden. „Ich freue mich über die überzeugende Mehrheit der Wahl und das große Einvernehmen der Bundeskonferenz“, erklärte Knut Fleckenstein nach seiner Wiederwahl. Der ASB wolle sich laut Fleckenstein zukünftig noch stärker für ein solidarisches Miteinander einsetzen: „Wir wollen alle unterstützen, die die Menschen in unserer Gesellschaft zusammenführen und nicht spalten.“ Der 1,3 Millionen Mitglieder starke Verband werde sich weiterhin für die Integration von Flüchtlingen und Migranten einsetzen und wolle laut des Bundesvorsitzenden für mehr Organspenden eintreten.


Delegierte des Landesvebandes NRW, darunter die Geschäftsführerin des ASB Bergisch Land, Anne Paweldyk (vorne, 2.v.r.).


Auch ASBler aus NRW im Vorstand
Als stellvertretende Bundesvorsitzende wählten die Delegierten erneut Uwe Borchmann aus Rostock mit 85 Prozent sowie Dr. Christine Theiss aus München mit 80 Prozent der Stimmen für den 76-jährigen Hans Werner Loew aus Würzburg, der nicht mehr für den Vorstand kandidierte.
Bestätigt im Amt wurden Karl-Eugen Altdörfer aus Michelbach, Ludwig Frölich aus Hofheim im Taunus, Krimhild Niestädt aus Naumburg und Prof. Dr. Michael Stricker aus Bielefeld. ASB-Bundesarzt bleibt Dr. Georg Scholz aus Hamm. Anna Schein aus Essen wurde bereits auf der diesjährigen Bundesjugendkonferenz neu in das Amt der Bundesjugendleiterin gewählt.
Neu gewählt in den Bundesvorstand wurden Andrea Schröder-Ehlers aus Lüneburg und Herbert Münch aus Regensburg. Thomas Schmidt aus Teltow wird dem neuen Vorstand nicht mehr angehören.
Die Bundeskontrollkommission bilden zukünftig Roland Hanusch, Detlef Hapke, Kai Mehliß, Martin Retsch und Sonja Spilker.
Als Vorsitzender des ASB-Schiedsgerichtes wurde Dr. Sebastian Paul Luth wiedergewählt. Das Schiedsgericht des ASB ist die Schlichtungsstelle für ASB-Gliederungen, korporative Mitglieder und Organe.

Anträge des ASB NRW angenommen
Auf Antrag der Delegierten des ASB NRW e.V. wurde ein umfassender und bundesweiter Diversity-Prozess im Arbeiter-Samariter-Bund auf den Weg gebracht. Die Antragssteller/innen begründen ihren Antrag damit, dass die konsequente Umsetzung von Vielfalt im Sinne der Charta der Vielfalt auf allen Organisationsstufen dem ASB herausragende Möglichkeiten für eine nachhaltige und zukunftsweisende Verbandsentwicklung gäbe. Dies gälte sowohl für die wirtschaftliche, als auch die ideelle Perspektive, gerade auch in Verbindung mit der Geschichte des ASB, seiner Kultur und seinem Wertekodex (Hier finden Sie den Beschluss zum Diversity-Prozess als PDF).
Zudem wurde eine Resolution verabschiedet, in welcher sich der Arbeiter-Samariter-Bund von rechtspopulistischen und rechtsextremen Positionen deutlich abgrenzt. In dem vom ASB NRW e.V. eingebrachten Antrag heißt es: „Der ASB sieht sich an der Seite von Bürgerinnen und Bürgern, die Demokratie, Grundgesetz und eine offene Gesellschaft leben und verteidigen. Personen, die sich rechtspopulistisch bzw. rechtsextrem in Worten und/oder Taten äußern, und/oder mit Rechtspopulist/innen bzw. Rechtsextremen sympathisieren, haben keinen Platz im ASB und in der ASJ.“ (Hier können Sie die komplette Resolution lesen).
Zudem wurden Anträge angenommen, die sich für eine umfassende gesellschaftliche Diskussion über die Chancen von Organspenden aussprachen und die die Rechte von jungen Menschen in den Vordergrund rückten.


Fotos: ASB Deutschland / ASB Bergisch Land