1888 - 2018

130 Jahre ASB

Wir helfen hier und jetzt - und das seit 130 Jahren. 2018 feiert der ASB seinen 130-jährigen Geburtstag. Ein guter Zeitpunkt, um einmal einen Blick auf die wechselvolle Geschichte des ASB zu werfen.


Hier finden Sie eine interaktive Online-Ausstellung: 10 herausragende Ereignisse aus der Geschichte des ASB


Die Geschichte des ASB

Sechs Zimmerleute und die Idee der Ersten Hilfe
Die Geschichte des ASB beginnt 1888 mit dem Engagement von sechs Zimmerleuten in Berlin. Sie waren die ersten, die sich institutionell für verunglückte Arbeiterinnen und Arbeiter einsetzten. Denn früher und vor allem im ausgehenden 19. Jahrhundert war nicht wirklich alles gut in den Betrieben. Die industrielle Revolution hatte gerade eine neue Arbeitskultur geschaffen. Fabrikanten setzten vermehrt Maschinen ein, um ihre Waren produzieren zu lassen. Aber es gab weder Arbeitsschutz- noch Unfallverhütungsvorschriften. Durch die ungeschützten Maschinen waren schwere, oftmals tödliche Unfälle an der Tagesordnung. Doch von Erster Hilfe in den Betrieben hatte damals noch niemand etwas gehört. Und einen Rettungsdienst im heutigen Sinne gab es nicht. Die Verletzten wurden meist einfach unversorgt nach Hause geschickt oder gebracht. Viele konnten hiernach nie wieder arbeiten oder verstarben sogar an den Folgen des Unfalls.

Im Jahr 1888 ergriffen sechs Zimmerleute in Berlin die Initiative. Gegen viele Widerstände organisierten sie den ersten "Lehrkursus über die Erste Hilfe bei Unglücksfällen". Ziel war es, den verunglückten Arbeiterinnen und Arbeitern direkt vor Ort helfen zu können. Und zwar von den Kollegen. Denn wie wir heute alle wissen, kann die Hilfe in den ersten fünf Minuten nach einem schweren Unfall das Leben des Verunglückten retten. 

Der ASB entsteht
Diese Zimmerleute waren die Gründerväter des Arbeiter-Samariter-Bundes. Denn aus den ersten Kursen entstand ein Verein, der sich ab 1896 "Arbeiter-Samariter-Kolonne" nannte. Die Samariter-Idee verbreitete sich schnell in weiteren deutschen Großstädten. Um 1909 schlossen sich alle bis dahin gegründeten Kolonnen zum Arbeiter-Samariter-Bund zusammen.

Vor mehr als 125 Jahren war es nur eine Idee von sechs Zimmerleuten im alten Berlin. Aber eben eine, die sich durchgesetzt hat. Und sie hat sich fortwährend entwickelt. Heute ist der ASB längst ein bundesweit tätiger, moderner Dienstleister. Er ist als gemeinnütziger Verein parteipolitisch und konfessionell unabhängig. Der ASB beschäftigt bundesweit rund 40.000 hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Zusätzlich engagieren sich mehr als 20.000 Menschen ehrenamtlich oder leisten ihr Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) oder ihren Bundesfreiwilligendienst (BFD). Sie alle setzen sich dort für die Menschen ein, wo sie gebraucht werden.

Bleibende Werte - auch im Bergischen Land 
Denn das Leitbild des ASB orientiert sich immer noch an den Werten, für die die Gründerväter gekämpft haben: Sich füreinander einsetzen, von Mensch zu Mensch helfen, bei gesellschaftlichen Missständen hin- und nicht wegschauen, anderen ein selbstbestimmtes Leben ermöglichen und ihnen dafür die Hilfe geben, die sie brauchen und möchten. Das gilt heute in jedem einzelnen von den vielfältigen Arbeitsbereichen des ASB, auch im Bergischen Land. Hier engagiert sich der ASB seit den 70er Jahren für das selbstständige Wohnen von Seniorinnen und Seniorenen und von Menschen mit Behinderung, für die Notfallrettung und für die Ausbildung von Bürgerinnen und Bürgern in Erste-Hilfe-Maßnahmen.